“Sindbad, der Seefahrer, war verwirrt ob all der Pracht und Fülle und er stand erst mal da wie erstarrt: So etwa hatte er sich das Paradies vorgestellt.”  ….aus 1001 Nacht

The Palm Dubai erkennt man sogar aus dem Weltall, berichten die Kosmonauten. Auf der größten künstlichen Insel der Welt strahlen nachts Dutzende von goldenen Dächern mit den Sternen um die Wette. Tagsüber bietet das Anantara Resort eine perfekte Südseeidylle. Mit Fernblick auf eine Skyline wie New York. Text und Foto: Thomas Veszelits

Wer möchte nicht in diese fantastische orientalische Welt reisen, mit Sindbad im Geiste begleitet. Doch eines fällt schwer, mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben. Sobald man über die Schwelle dieser märchenhaften Palastanlage tritt, glaubt man zu schweben. Die Schönheit beflügelt, es herrscht absolute Harmonie. Alles passt zu allem, die langhalsigen Glasvasen zu den üppigen Blumen, die spitzen Pagoden zu der luftigen Tempelhalle, die weichen Pastellfarben zu dem diffusen Licht, die attraktiven Dekors zu der schönen Prinzessin, die anmutig die Gäste an der Pforte begrüßt. Die Hände gefaltet, trägt sie ein funkelndes Diadem auf dem Kopf, ihr seidenes Kleid schmiegt sich an ihren zierlichen Körper an. Erhaben ist nicht nur die Pose, sondern der ganze Palast der Könige.

Check-in. Man muss sich um nichts kümmern. Das Gepäck rollt nach der Ankunft mit den e-mobilen Tuk-Tuks zum Ziel. Zuerst also in der Halle einen Welcome Drink schlürfen, die Atmosphäre genießen. Die weißen Gladiolen schmeicheln dem Auge, der Duft der Hyazinthen betört wie Parfüm. Klug schaut das Falkenweibchen Erika (heißt wirklich so) umher. Das Anantara Resort ist einem Little Bangkok nachempfunden. Wie die berühmten Klongs, so schlängelt sich der Pool an 260 Villen entlang. Statt Booten schwimmt man selbst. Gleich morgens aufgestanden, streckt man den Fuß direkt vom Bett aus ins Wasser. Am Strand stehen dann 36 Bungalows auf Pfälen im Meer. Es ist, als wäre man plötzlich auf Bora Bora gelandet.

Jeden Morgen wird der Sand frisch geharkt, die Körnchen glänzen wie Goldstaub. Zum Frühstück schon breitet sich ein Schlemmerbuffet in einem Pavillon aus, mit Bildern, Plastiken und roten Elefanten, einer Kunsthalle ähnlich beschaffen. Im Freien sitzt man schattig vor einem großen azurblauen Pool, geschwungen wie eine Riesenmuschel. In der Mitte erheben sich sechs pythische Orakelsäulen. Die Lifeguards in roten Bermudas beziehen ihre Hochsitze. Die Wassertemperatur fühlt sich wie in der Badewanne an. Das Meer glänzt wie ein Spiegel, keine Wellen stören. Man planscht und lässt sich optisch vom sagenumworbenen Atlantis am Horizont faszinieren, jenes Mega-Hotel wegen dem gigantischen Torbogen in der Mitte berühmt geworden als eines der Wahrzeichens Dubais.

Abends leuchtet in Rot das Restaurant “Mekong”. Im Rikscha-Stil eingerichtet, orientalisch mit Lampen und Schirmen geschmückt. Die Verführung beginnt an der Showküche. Als wäre man auf einem fernöstlichen Viktualienmarkt, reihen sich die Köstlichkeiten auf. Shiitake-Pilze, Bambussprossen, Ingwerknollen, Chili-Schoten, goldene Peking-Enten. In Körben mindestens ein Dutzend Reissorten, der schwarze Reis schmeckt übrigens nach Kaviar. Das mehrgängige Dinner wird mit einer Teezeremonie eingeleitet. Aus einer Kupferkanne mit überlangem Schnabel gießt der Teemeister wie ein Jongleur ein. In hohem Bogen füllt er die Tassen, ohne daneben zu tropfen. Die Speisekarte listet thailändische, vietnamesische und chinesische Spezialitäten auf.

Kulinarisch on the road geht es zur nächsten Station. Willkommen in Australien. Im “Bushman’s” gibt es Steaks von Kängurus und Sträußen, die Weinkarte führt rund um den Globus. Das Ambiente ist so authentisch, dass man sich alsbald für den Krokodile-Dandy hält. Nach dem vielen Schlemmen erschließt sich die Anantara-Philosophie im Spa. Der Empfang majestätisch, der Gang durch einen Wasserkorridor über flache Steine geheimnisvoll. Wie in einem vom asiatischen Heiligtum inspirierten Labyrinth verzweigen sich die Räume. Zu arabischen Beauty- und Wellness-Treatments, den Hamam-Suiten, sowie therapeutischen Behandlungen aus ganz Asien.

Und wie fühlt man sich nach dem vielfältigen Programm samt fabelhaften Peelings und Packungen? Genau so wie in der alten Sanskrit-Schrift versprochen: “ohne Ende”. Dies lässt sich auch auf dem Bootssteg nachfühlen. Auf dem Hosenboden sitzend zur vorgerückten Stunde meist schon allein zu zweit. Der Himmel mit Sternen übersät, flimmert ein Lichtermeer in der nächtlichen Lagune. Wenn dann der Mond baden geht, hebt man mit allen Sinnen ab. Fly, fly, up, up, to the sky.

 

Infos und Buchung:
www.dubai-palm.anantara.com